Ich bin kein Morgenmuffel. Meistens fängt der Tag für mich sehr harmonisch an und ich freue mich auf das was kommen will. Doch ab und zu erlebe ich Tage, die sich absolut hervorheben von den übrigen. Es sind Tage, an denen ich einfach glücklich bin. Ein Gefühl, das so ungewöhnlich ist und ich nicht so recht in Worte fassen kann. Es ist eben ein Gefühl.
Ich nenne es das „Weihnachtsgefühle“. Dieses Gefühl habe ich nicht nur in der Vorweihnachtszeit, sonder auch manchmal im Frühling , Sommer und auch im Herbst. Ja sogar nach Weihnachten erfüllt mich es mich manchmal.
Was heißt das nun, „Weihnachtsgefühl“. Ein Gefühl der freudigen Erwartung und der Zufriedenheit. Es kommt nicht darauf an, ob die Erwartung erfüllt wird oder etwas besonderes geschieht. Es ist ein Zustand, in dem ich erst einmal mit allem einverstanden bin, was ist. Das Wetter, die Menschen, die Situation und auch der Ort sind genau richtig, ohne das es wirklich etwas besonderes wäre. Vielleicht ist es auch einfach ein Moment des absoluten Glücks, den ich bewusst wahrnehme. Ja, ich glaube, so kann ich es nennen. In diesen Momenten bin ich absolut glücklich. Ich kann es nicht wirklich an etwas festmachen. Plötzlich ist es da und vergeht dann aber auch wieder. Was bleibt, ist dann die Gewissheit, dass ich fähig bin, mein Glück zu fühlen. Natürlich fühle ich mich oft wirklich wohl und habe auch Momente der Euphorie, aber beides ist nicht mit dem Glücksgefühl zu vergleichen.
Ich habe schon früh begonnen, diesen Zustand bewusst herbei zu führen. Früher ist es mir nicht gelungen. In der letzten Zeit gelingt es mir ab und zu. Was ich nun schon sagen kann ist, dass die Grundlage die Präsenz im Hier und Jetzt bildet. Frei nach Eckhart Tolle, vollkommen präsent sein in der Gegenwart. Was ist jetzt gerade los? Wo bin ich? Wer bin ich?
Auf jeden Fall ist es ein unglaublicher Zustand, der kommt und geht und den ich sehr intensiv wahrnehme. Ich bin dankbar dafür und freue mich schon jetzt auf das nächste „Weihnachstgefühlt“.
Bis zum nächsten Mal!
