Manchmal tragen wir Erinnerungen mit uns, die uns unverhältnismäßig negativ beeinflussen, bis in die Gegenwart. Und plötzlich geschieht etwas, was unser gesamtes Weltbild ins Wanken bringt. Dazu gehören auch unsere Erinnerungen.
Ich habe vor kurzer Zeit etwas erlebt, dass mich dazu gebracht hat, mich selbst auf eine ganz andere, neue Weise zu sehen. Eine Weise, die zuvor nicht möglich war. Wir wissen ja alle, dass sich selbst zu liebe eines der wichtigsten Ziele im Leben eines Jeden sein sollte. Nur gibt es keinen echten Ratgeber dafür. Es muss jeder selbst herausfinden und auf seine ganz spezielle Art. Es reicht auch nicht, dass andere immer wieder sagen, wie toll oder wie gut wir aussehen oder talentiert man ist. Jeder muss es selbst fühlen und tief in seinem Inneren spüren. Nur so hat die Selbstliebe bestand.
Es heißt, wenn 99 Menschen einer Person sagen, wie toll sie ist und nur einer sagt das Gegenteil, dann wird sich diese Person fast ausschließlich an diese eine negative Aussage erinnern. Im schlechtesten Fall wird diese Aussage auf fruchtbaren Boden fallen und das Leben der betreffenden Person negativ prägen. Eine Britin hat einmal in ihrem Podcast gesagt, wenn sie Bilder von sich anschaut, auf denen sie super aussieht und dann ein einzelnes Bild, auf dem sie aussieht, wie wenn sie unter einer Brücke schlafen würde, dann geht ihr genau dieses negative Bild nicht mehr aus dem Kopf. Warum also geht ihr dann das Bild von „schlafen unter der Brücke“ nicht mehr aus dem Kopf? Warum kann sie sich nicht an all die tollen Bilder erfreuen, auf denen sie toll und lebendig aussieht?
Vielleicht liegt das an einem Urinstinkt, der uns sagt, nur wenn du dich an das Schlechte erinnerst, kannst du dich vor Gefahren schützen. Es ist jetzt aber so, dass wir andere Schutzmechanismen entwickelt haben und könnten uns daher auch auf die sonnigen Seiten unseres Lebens konzentrieren.
Aus meiner Sicht läuft da ein Film ab. Eine sogenannte Autosuggestion. Wir speichern ein negatives Erlebnis ab und lassen „den Film“ immer wieder ablaufen, sobald wir durch irgendetwas getriggert werden. Z.B. ein Foto, ein Satz, eine Begegnung etc. Wie wir bereits wissen wachsen wir alle mit Glaubenssätzen auf. Und Glaubenssätze sind nicht wahr. Z.B. Du bist nicht schön genug um einen Mann zu bekommen. Du schaffst das nie. Du bist nicht klug genug etc. All diese Sätze und viele andere sind nicht wahr, aber dennoch vergiften sie unsere Seele.
Also, was kann ich tun, um mich auf die sonnige Seite des Lebens zu konzentrieren. Erst einmal mir all diese Mechanismen bewusst machen. Dann aktiv dagegen steuern und vielleicht hilft uns das Leben auch, indem es uns Ereignisse schickt, durch die wir uns selbst und unser Leben so sehen können wie es wirklich ist. Und ich wünsche mir für mich und alle anderen, dass es ein super schönes Leben ist.
Bis zum nächsten Mal!
