Weiblichkeit

Vor kurzem hat mir ein 8-jähriger gesagt, dass er zu viele Frauen um sich hätte. Auf meine Frage, was eigentlich Weiblichkeit für ihn bedeutet, zuckte er nur mit den Schultern.

Es hat mich natürlich zum Nachdenken angeregt. Was bedeutet Weiblichkeit für mich. Natürlich erst einmal die Fähigkeit Kinder zu bekommen. Als zweites das äußere Erscheinungsbild. Allen voran Haare. Aus meiner Sicht sind Haare ein wesentlicher Bestandteil der Weiblichkeit. Dabei geht es weniger um lange oder ganz kurze Haare. Viele Frauen tragen ihre Haare im Alter eher kurz. Es sei praktisch und besser zu pflegen. Das ist wohl richtig. Dennoch möchte ich es nicht missen, wenn draußen ein warmer Wind weht und sich ein wenig in meinen Haaren verfängt. Dieses Gefühl, das bei mir ausgelöst wird, verbinde ich immer mit meiner eigenen Weiblichkeit.

Körperform. Es heißt, Schönheit liege im Auge des Betrachters und doch erinnere ich mich an das Ergebnis einer Umfrage, die ist schon etwas älter, in der Männer gern Frauen mit Modellfiguren anschauen, aber für eine Familie und ein gesundes Sexualleben wählen sie Frauen mit Kurven. Nicht alle, aber der Großteil der befragten Männer.

Was ist mit den inneren Attributen? Empathie, Hingabe, Familiensinn, Zärtlichkeit, Fürsorge für den Nachwuchs. Wir wissen aus der Tierwelt, dass Muttertiere am gefährlichsten sind, wenn sie Nachwuchs haben. Muttertiere legen sich auch mit einem übermächtigen Gegner an, wenn es um den Nachwuchs geht. Bei Menschen ist das nicht viel anders, wenn auch nicht bei allen.

In erster Linie ist für mich Weiblichkeit die Fähigkeit, nach innen zu schauen und gleichzeitig über den Tellerrad hinaus. Frauen treffen oft ungewöhnliche Entscheidungen. Aus meiner Sicht ist es ihre Superkraft. Sie sind in der Regel kompromissbereiter und verständnisvoller, aber gleichzeitig konsequenter, wenn es sein muss. Frauen betrachten Probleme oft von einer anderen Seite, manchmal sogar von mehreren Seiten.

Dass dies alles nicht auf alle Frauen und Männer zutrifft, ist ein anderes Thema. Wir alle haben eine männliche und eine weibliche Seite. Mal mehr mal weniger ausgeprägt. Wenn beide Seiten ausbalanciert sind, bezeichnen wir das als „in seiner Mitte sein“. Und das wünschen wir uns doch alle, oder?

Bis zum nächsten Mal!